Eingetragen oder aktualisiert am 08.07.2009
Bei unzumutbarem Wohnungswechsel ist Übernahme von unangemessenen Mietschulden möglich
Beschluss des LSG Berlin-Brandenburg vom 06.08.2008

Ein Empfänger von Leistungen nach dem ALG II, der alleine in einer großen 4-Zimmer-Wohnung lebt und Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts beantragt, hat einen Anspruch auf darlehensweise Übernahme von Mietschulden wegen drohender Wohnungslosigkeit, wenn ihm (im vorliegenden Fall aufgrund eines Zungenkarzinoms und mehrerer Tumor-Operationen) vorübergehend ein Umzug in eine angemessene Wohnung nicht zugemutet werden kann. Bei gleichbleibend schlechtem Gesundheitszustand kann dabei die Unzumutbarkeit einer Kostensenkung durch Wohnungswechsel ausnahmsweise auch über die vom Gesetzgeber für den Regelfall vorgesehenen Grenze von 6 Monaten hinaus gegeben sein.
 
LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 06.08.2008, Aktenzeichen: L 28 B 1019/08 AS ER










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