Eingetragen oder aktualisiert am 10.06.2008
Kommt der Rettungshubschrauber zu spät, ist die Krankenkasse dennoch kostenpflichtig
Urteil des LSG Hessen vom 19.05.2008

Krankenkassen haben die Kosten für den Einsatz eines Rettungshubschraubers auch dann zu übernehmen, wenn der Versicherte zum Zeitpunkt des Notrufs bereits verstorben ist und sein Tod nicht für jeden Laien offenkundig war. Der Leistungsanspruch eines Versicherten auf Rettungsmaßnahmen umfasst auch die unverzügliche diagnostische Überprüfung, ob solche Maßnahmen noch möglich sind. Gerade in den kritischen Fällen zwischen Leben und Tod, in denen wegen seiner besonderen Schnelligkeit der Luftrettungsdienst gefordert ist, ist es mit dem Zweck schnellstmöglicher Rettung nicht vereinbar, zunächst aus der Ferne die mögliche Gefahr eines nutzlosen Einsatzes zu überprüfen. Wenn kein bewusster Fehlalarm vorgelegen hat, liegt auch kein Fehleinsatz vor.

 

LSG Hessen, Urteil vom 19.05.2008, Aktenzeichen: L 1 KR 267/07











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