Eingetragen oder aktualisiert am 01.11.2007
Veranstaltungshinweis: Der Prozess gegen die "Cuban Five" in den USA
Am 1. November 2007 in der Humboldt-Universität, Berlin

Am Donnerstag, dem 1. November 2007 um 18 Uhr c.t. im Hauptgebäude der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, Raum 3075

Veranstaltung mit Angehörigen und einem Prozessbeobachter

Warum wurden 2001 fünf kubanische Staatsangehörige von einem Gericht in Miami wegen angeblicher »Konspiration zu Spionage und zum Mord« zu Höchststrafen verurteilt, davon drei zu lebenslanger Haft? Warum ignorierte es, dass die Beschuldigten nur bemüht wa-ren, Informationen über exilkubanische Organisationen zu sammeln, um deren terroristische Anschlagspläne auf Kuba in Zukunft zu verhindern?

Warum ist über die Berufung der Verteidigung immer noch nicht positiv entschieden, obwohl es nach der Stellungnahme einer UN-Kommission keine aus-reichenden Beweise für die Anschuldigungen gab?

Was veranlasst den Hauptverteidiger der Fünf, RA Len Weinglass, von einem in der US-Justizgeschichte »einzigartigen Verfahren« zu sprechen?

Warum sitzen die Fünf während des laufenden Berufungsverfahrens seit mittlerweile neun Jahren und trotz internationalen Protests noch immer in Untersuchungshaft, zwei von ihnen ohne Besuch von ihren Ehefrauen empfangen zu dürfen?

Antworten geben:
Olga Salanueva und Adriana Perez, die Ehefrauen von Rene Gonzales und Ge-rardo Hernandez, über die Situation der Angehörigen, Haftbedingungen und internationales Engagement um die Freilassung der fünf Cubaner
RA Eberhard Schultz, Prozessbeobachter der Rechtsanwaltskammer Berlin, des RAV und der ILMR, über das letzte Hearing am 20. August 2007 in Atlanta (USA) und den Gang der Verfahren

Im September 1998 wurden 5 Kubaner in Miami/USA verhaftet und wegen "Konspiration zu Spionage und zum Mord" angeklagt, nachdem sie Informationen über exilkubanische Organisationen, die für terroristische Aktivitäten auf Kuba verantwortlich waren, gesammelt und dem FBI übergeben hatten. Das Verfahren hat weit über die USA hinaus für Aufsehen gesorgt, weil die 5 Kubaner 2001 von einer Jury in Miami unter Verstoß gegen international anerkannte Grundsätze für ein faires Gerichtsverfahren zu extrem hohen Freiheitsstrafen (drei sogar zu lebenslänglich) verurteilt worden sind.

Drei Richter des Appellationsgerichts waren genau zu diesem Ergebnis gekommen. Nach der Aufhebung dieser Entscheidung auf Antrag der Staatsanwaltschaft fand im August dieses Jahres nun eine weitere Anhörung wegen anderer Anfechtungsgründe der Verteidigung vor drei Bundesrichtern statt. Rechtsanwalt Eberhard Schultz hat das Hearing mit Unterstützung der Berliner Rechtsanwaltkammer und des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins als Prozessbeobachter besucht. Eine Entscheidung des Gerichts steht aus.

Eine Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsausschusses und andere Organisationen haben das Verfahren, amnesty international die Haftbedingungen während der neunjährigen Untersuchungshaft scharf kritisiert.

In diesem "einzigartigen Verfahren" (so der Hauptverteidiger Len Weinglass aus New York) werden den Besuchen der Mütter und Ehefrauen der Inhaftierten seitens der Regierung der Vereinigten Staaten immer wieder systematisch Hindernisse in den Weg gelegt.

Olga Salanueva, der Ehefrau von Rene Gonzales, und Adriana Perez, der Ehefrau von Gerardo Hernandez, wurde zum achten Mal ein Einreisevisum in die Vereinigten Staaten verweigert. Adriana Perez hat Gerardo Hernandez seit 1998, d.h. 9 Jahre, nicht mehr sehen können. Die US-Behörden haben Olga Salanueva seit ihrer Ausweisung aus den USA im Jahre 2000 die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert.

Auf der Veranstaltung werden sprechen:
· Rechtsanwalt Eberhard Schultz
· Adriana Perez
· Olga Salanueva










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